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Prinzipiell ist eine Überwachung des eigenen Kindes rechtlich erlaubt. Um das Vertrauen deines Kindes nicht zu verlieren, ist es jedoch ratsam, dies nur mit Ankündigung zu machen. Besser ist ein Zusammenspiel aus Jugendschutzeinstellungen, Vereinbarungen und Gesprächen zur Mediennutzung.

Die Überwachung des eigenen Kindes mit Hilfe von Apps kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

  • Überwachung des Standortes

Die Überwachung des Standortes des Kindes wirkt sich positiv auf das Sicherheitsgefühl der Eltern aus. Um dein Kind jedoch zu einem selbstständigen Menschen zu erziehen, ist es sinnvoller, dass du ihm Handlungsstrategien für problematische Situationen mit auf den Weg gibst, wenn es ohne einen Erwachsenen unterwegs ist.

So kannst du zum Beispiel gemeinsam mit deinem Kind Not-Inseln, zum Beispiel in Form von vertrauenswürdigen Geschäften auf dem Schulweg, aufsuchen. Außerdem kannst du, wenn dein Kind ein Smartphone bei sich hat, Notfallkontakte so einrichten, dass es diese schnell wählen kann.

Entscheidest du dich dennoch für die Nutzung einer Ortungs-App, solltest du den Datenschutz im Hinterkopf behalten.

  • Beobachtung der Smartphone-Nutzung

Ist mit Überwachung die Beobachtung der Smartphone-Nutzung des Kindes gemeint, sollte man dies nie ohne Ankündigung tun. Erfährt dein Kind später, dass ein Elternteil es heimlich beobachtet, kann es sich hintergangen fühlen und das Vertrauen verlieren. Besser ist es daher, wenn du die Mediennutzung von Anfang an bewusst begleitest.

Besser ist es daher, wenn du die Mediennutzung von Anfang an bewusst begleitest.

Dazu kannst du gemeinsam mit deinem Kind Jugendschutzeinstellungen vornehmen, um es vor unangemessenen Inhalten zu schützen. Mit gemeinsamen Vereinbarungen können Kinder und Erwachsene sagen, was ihnen bei der Handynutzung wichtig ist. Daraus können Nutzungsregeln abgeleitet werden. Zum Beispiel darf das Kind keine App herunterladen, ohne dass diese vorher mit den Eltern auf Gefahren untersucht wurde.

Solche Entscheidungen können auch technisch unterstützt werden. Mit der App Family Link von Google kann man zum Beispiel einstellen, dass ein Elterngerät eine Benachrichtigung bekommt und den Download bestätigen muss, bevor ein Kind eine App installieren kann. In Family Link kann man auch die Mediennutzungszeit regulieren und einsehen, welche Apps genutzt wurden.

Du solltest jedoch bedenken, dass solche technischen Einstellungen immer auch umgangen werden können. Daher macht es Sinn, regelmäßig das Gespräch zu Medienthemen zu suchen und lieber auf diesem Weg die Mediennutzung deines Kindes zu begleiten. Mit zunehmender Erfahrung und zunehmendem Alter können technische Mittel nach und nach auch reduziert werden, um eine selbstständige Nutzungsregulierung zu fördern.

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