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Helfen und andere bitten, ebenfalls zu helfen – gemeinsam ist man stärker. Auch kleine Gesten können Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Allein zu helfen fällt oft nicht leicht, zumal die Angst besteht, selbst zum Opfer zu werden. Gemeinsam ist man immer stärker. Da hilft es, Freundinnen und Freunde anzusprechen und gemeinsam gegen die Täterinnen und Täter vorzugehen.

  • Wer sich das nicht traut, was völlig in Ordnung ist, kann den Betroffenen schon mit kleinen Gesten helfen. Eine private Nachricht, in der du zum Ausdruck bringst, dass du nicht in Ordnung findest, was da gerade passiert, zeigt den Betroffenen, dass sie nicht allein sind.
  • Wer mitbekommt, dass andere gemobbt werden, sollte mit der betroffenen Person sprechen, ihr Mut machen und ihr Hilfe anbieten. Zum Beispiel könnt ihr euch gemeinsam an eine Vertrauensperson wenden. In der Schule können dies Lehrkräfte, Vertrauenslehrerinnen und Vertrauenslehrer oder Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sein. Aber auch die Eltern oder Geschwister oder Freundinnen und Freunde können helfen.
  • Wer mitbekommt, dass andere gemobbt werden, und nicht hilft, kann sich selbst strafbar machen!

Du kannst der betroffenen Person raten, sich Hilfe im Netz zu suchen. Hier gibt es die Nummer gegen Kummer (116 111), bei der du eine kostenlose und anonyme Beratung erhältst. Dort arbeiten über 3000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Wenn du nicht anrufen möchtest, kannst du auch eine E-Mail schreiben, eine Antwort kann allerdings ein paar Tage auf sich warten lassen.

  • Möchtest du überhaupt nicht sprechen, kannst du dich auch an das Hilfeportal juuuport wenden. Dort erhältst du oder erhält die betroffene Person ebenfalls anonyme und kostenlose Beratung, allerdings schriftlich und von jugendlichen Scouts, die extra dafür ausgebildet wurden.
  • Die „Cybermobbing-Erste-Hilfe-App“ von klicksafe zeigt in Videotutorials erste Schritte zur Bekämpfung von Cybermobbing und gibt viele hilfreiche Informationen zum Löschen und Melden von negativen Inhalten auf sozialen Netzwerken.
  • Vieles, was bei Cybermobbing geschieht, ist übrigens strafbar. Daher kann sich die betroffene Person in solchen Fällen auch an einen Anwalt oder die Polizei wenden. Dafür ist es allerdings wichtig, Beweise zu sichern – also zum Beispiel Screenshots zu machen.

Hilfe für Erwachsene:

Auch Erwachsene können sich an eine Vertrauensperson wenden (Gruppenleitung, Chefin oder Chef, Trainerin oder Trainer, Freunde etc.). Das kann gegebenenfalls auch mit einem Brief geschehen.

Anonyme Hilfe gibt es über die kostenlose Telefonseelsorge (116 123) oder über das Hilfetelefon für Gewalt gegen Frauen (08000 116 016). Hier gibt es auch einen kostenlosen Sofort-Chat oder E-Mail-Beratung.

Eine weitere Möglichkeit ist das Hilfetelefon Gewalt an Männern (0800 1239900). Auch hier gibt es kostenlose und anonyme Beratung.

Weitere hilfreiche Links:

Was versteht man unter Cybermobbing?

Allgemein gesagt umfasst Mobbing wiederholende oder regelmäßige Formen psychischer Gewalt von einer Person oder einer Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen Person. Durch das Internet, Smartphones und soziale Netzwerke geschieht Mobbing auch im digitalen Bereich und wird dann Cybermobbing genannt. Cybermobbing umfasst eine Vielzahl möglicher Taten, z.B. Belästigung, Identitätsdiebstahl oder das Aufstellen und Verbreiten falscher Behauptungen. Eine zusätzliche Gefahr an Cybermobbing ist, dass die Täterinnen und Täter ihre Opfer rund um die Uhr belästigen können.

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