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Einen vollständigen Schutz vor Nacktbildern gibt es nicht. Jugendschutzfilter helfen bei jüngeren Kindern, wenn diese nur von bestimmten Geräten aus auf das Internet zugreifen. Diese verhindern jedoch keine Bilder, die in privaten Chats verschickt werden.

Pornografische Nacktbilder können deinem Kind an verschiedenen Stellen im Netz begegnen.

Nacktbilder im Webbrowser:
Auch wenn in Deutschland pornografische Inhalte Kindern und Jugendlichen nicht ohne eine Schutzmaßnahme zugänglich sein sollten, ist es im Internet recht einfach, auf eine solche Seite zu gelangen. Schutz bieten hierbei Jugendschutzfilter. Wie du einen solchen für euren Familiencomputer, das Tablet oder ein Smartphone einrichten kannst, erklärt dir die Website medien-kindersicher.de für dein Gerät bzw. Betriebssystem individuell.

Soziale Netzwerke, Messenger und Chats:
In der Regel filtern soziale Netzwerke unangemessene Beiträge und sperren diese. Das gilt jedoch nicht für private Nachrichten.

  • Wird dein Kind in WhatsApp von einer bekannten oder fremden Person kontaktiert, kann diese deinem Kind Bilder und Textnachrichten zuschicken. Dein Kind sieht diese Nachrichten, sobald es den Chat öffnet. Das geschieht unter Umständen, bevor es die Entscheidung getroffen hat, ob es mit der Person in Kontakt stehen möchte. Diese Inhalte können nicht gefiltert werden.
  • Instagram sperrt Nacktbilder in der Regel. Ausnahmen sind beispielsweise Nacktheit auf Gemälden und in Form von Skulpturen sowie zu Bildungszwecken, zum Beispiel im Zusammenhang mit Brustkrebs. Dennoch kann das auch hier in Privatnachrichten ganz anders aussehen. Häufig werden Nutzerinnen und Nutzer von Fremden kontaktiert und über Links auf pornografische Websites oder in entsprechende Gruppen weitergeleitet. Um das zu verhindern, helfen nur gemeinsam aufgestellte Familienregeln, die beinhalten, dass solche Links nicht angeklickt werden und dass nur Nachrichten von Freunden angesehen werden. Einen generellen Schutz vor Nacktbildern in privaten Chats gibt es jedoch nicht.
  • In Snapchat kannst du mit deinem Kind einstellen, dass nur Freunde Direktnachrichten senden dürfen. So können unangenehme Bilder von Fremden ausgeschlossen werden. Freunde können diese jedoch weiterhin schicken.
  • TikTok gestattet keine Nacktaufnahmen. Zusätzlich gibt es für Eltern die Möglichkeit, den begleitenden Modus zu nutzen. Darin kann auch der eingeschränkte Modus aktiviert werden, der unangemessene Inhalte weitgehender filtern soll. Wie das geht, wird in der TikTok-Anleitung von medien-kindersicher.de erklärt. In TikTok gibt es außerdem keine Möglichkeit, Bilder in Privatnachrichten zu verschicken.

Achtung: Wenn du deinem Kind die Nutzung sozialer Netzwerke verbietest, schützt du es nicht unbedingt vor dem Kontakt mit Fremden im Netz. Auch in vielen Spielen sowie über Spielekonsolen kann mit anderen gechattet und können Bilder ausgetauscht werden. Deshalb ist es wichtig, dass du mit deinem Kind über den Umgang mit unangenehmen Situationen sprichst. Überlegt gemeinsam, wie es damit umgehen kann, wenn es unangenehme Bilder sieht oder von Fremden kontaktiert wird.

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