Frage:Antwort:

Dazu ist sich Forschung nicht einig. Zusammenhänge sind nicht eindeutig belegt und es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die für die Beantwortung der Frage zu berücksichtigen sind. In jedem Falle ist wichtig, dass Kinder lernen Fiktion von der Realität zu trennen und Gesehenes zu verarbeiten.

Der Zusammenhang von Medien und Gewalt oder aggressivem Verhalten ist noch immer nicht ausreichend erforscht.

Es gibt in dem Zusammenhang verschiedene, teils widersprüchliche Meinungen.

  • Manche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen glauben, dass erst mediale Gewalt Menschen auf die Idee bringt, Gewalt tatsächlich auszuüben. Andere sagen, es kommt darauf an, wie Gewalt dargestellt wird. Wenn sie positiv, heldenhaft dargestellt oder gar nicht kommentiert wird, kann das zur Nachahmung führen.
  • Eine weitere Theorie geht von der Wirkungs- oder zumindest Bedeutungslosigkeit medialer Gewalt im Verhältnis zu Faktoren wie dem familiären und sozialen Umfeld aus. Es gibt also keinen eindeutigen Zusammenhang. Trotzdem sollten die Inhalte, die dein Kind sich anschaut, altersgerecht sein, da Gewalt Kinder ängstigen oder verstören kann.
Trotzdem sollten die Inhalte, die dein Kind sich anschaut, altersgerecht sein, da Gewalt Kinder ängstigen oder verstören kann.

Um Aggressionen und Gewalt zu verhindern, kannst du als Elternteil eine sehr aktive Rolle einnehmen:

  • Du kannst gewaltvolle Inhalte nicht tabuisieren, sondern solltest sie besser thematisieren.
  • Du kannst bei Medienerfahrungen dabei sein, um dein Kind nicht allein zu lassen, und diese anschließend besprechen.
  • Du kannst insbesondere bei einem jüngeren Kind den Unterschied zwischen Fiktion und Realität thematisieren.
  • Du kannst besprechen, dass (und warum) Gewalt keine Lösung ist.
  • Du kannst bei der Auswahl von Filmen und Spielen darauf achten, dass Gewalt nicht positiv dargestellt wird, um einen Gegenentwurf zur heldenhaften Gewalt zu bieten.
  • Du kannst für eine vertrauensvolle Beziehung sorgen, in der dein Kind sich traut, schockierende Medienerlebnisse anzusprechen, ohne dafür mit einer Bestrafung rechnen zu müssen.

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