Frage:Antwort:

Eine Überwachung durch deinen Arbeitgeber darf nur unter bestimmten Umständen stattfinden, beispielsweise wenn der Verdacht nahe liegt, dass du Privates über den Arbeitsrechner erledigst. Ist die private Nutzung des Dienstgerätes erlaubt, ist eine permanente Überwachung verboten.

Die technische Überwachung an deinem Arbeitsplatz könnte vielfältig aussehen: von Zeiterfassungssystemen über Mitlesen bei deiner Internetnutzung und deinem E-Mail-Verkehr bis hin zur automatischen Erfassung deiner Tippgeschwindigkeit mit Hilfe sogenannter Keylogger.

  • Generell gilt: Ist die private Nutzung des Internets bzw. des Computersam Arbeitsplatz erlaubt, darf keine Überwachungstattfinden. Das wäre dann eine erhebliche Privatsphäre-Verletzung.
  • Ist die private Nutzung nicht gestattet, ist eine Überwachung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Diese Überwachung kann dein Arbeitgeber zum Beispiel mit einem möglichenMissbrauch der Arbeitszeit begründen.

Eine permanente Überwachung ist dennoch nicht zulässig. Allerdings sind stichprobenartige Überprüfungen erlaubt.
Die private Nutzung von Dienstgeräten wird im Arbeitsvertrag, in Betriebs-oder Dienstvereinbarungen geregelt. Ist diese mündlich erlaubt worden, wird es schwer, dies zu beweisen. Gibt es keine Regelung, sollte davon ausgegangen werden, dass die Nutzung nicht erlaubt ist.

Hinweis:

Audio- und Videoüberwachung sind generell nur erlaubt, wenn sie zur Sicherheit notwendig sind (zum Beispiel am Bankschalter) oder wenn eine Straftat damit aufgeklärt werden soll. Selbst dann müssen diese (außer in besonderen Einzelfällen) den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angekündigt werden.

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