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Wichtig ist, dass du dir überlegst, ob du das auch möchtest. Du solltest dich von niemandem unter Druck setzen lassen. Auch deiner Partnerin oder deinem Partner musst du solche Bilder nicht schicken, wenn du dir unsicher bist.

Ein ungutes Bauchgefühl bei der Frage nach intimen Bildern ist eine gesunde Reaktion. Schließlich birgt sogenanntes Sexting immer ein Risiko, dass die Inhalte später ungewollt an Dritte gelangen und sich im Netz verbreiten.

  • Nötigt dich jemand dazu, Bilder von dir zu verschicken, oder versendet diese ohne deinen Wunsch oder dein Einverständnis, macht die Person sich unter gewissen Umständen übrigens strafbar.
  • Wenn zum Beispiel ein Kind online von einem Fremden hartnäckig dazu aufgefordert wird, intime Fotos zu versenden, fällt das unter den Tatbestand des Cybergroomings.
  • Grundsätzlich musst du dir selbst darüber bewusst werden, ob du der Person, die nach intimen Bildern fragt, vertraust und selbst Lust darauf hast, intime Bilder zu erstellen und mit der Person auszutauschen. Lass dich dabei nicht unter Druck setzen!

Wenn du dich für das Sexting entscheiden solltest, kannst du mit ein paar Maßnahmen versuchen, das Risiko der Verbreitung zu minimieren. Eine absolute Sicherheit dafür gibt es allerdings nie.

Safer Sexting kann bedeuten:

  • Sich selbst auf Bildern und Videos nicht eindeutig erkennbar darzustellen – beispielsweise nur Teile des Körpers ohne das Gesicht zu fotografieren. So sind die Inhalte später nicht eindeutig zuzuordnen.
  • Auf den Bildern und Videos darauf zu achten, dass auch durch den Hintergrund nicht eindeutig auf die eigene Identität zum Beispiel Wohnort geschlossen werden kann.
  • Fotos oder Videos gemeinsam mit der Sexting-Partnerin oder dem Sexting-Partner von den Geräten wieder zu löschen.
  • Ex-Partnerinnen oder Ex-Partner vor oder unmittelbar beim Beziehungsende zum Löschen des Materials aufzufordern.
  • Intimes Material nur zu versenden, wenn man auch entsprechende Inhalte von der Sexting-Partnerin oder dem Sexting-Partner bekommt. So kann vermutet werden, dass keine Person die Inhalte mutwillig veröffentlicht, da sie oder er sich sonst selbst gefährden würde.
  • Erotische Inhalte nicht zu teilen, weil man sich unter Druck gesetzt fühlt, sondern nur dann, wenn man der anderen Person wirklich vertraut.
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Bist du selbst betroffen?

Dann steht dir das ZEBRA-Team zur Seite. Du kannst deine Frage einfach und anonym in das Fragefeld auf der ZEBRA-Startseite eingeben. Wenn du in einer akuten Notlage steckst, wende dich an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder an die Polizei unter 110.

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