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Der Begriff Filterblase beschreibt, dass Userinnen und Usern online nur eine Auswahl an Infos präsentiert wird, die mit ihren Überzeugungen übereinstimmt. Verantwortlich sind dafür hauptsächlich soziale Netzwerke und Suchmaschinen. Echokammern verstärken den Effekt dieser gefilterten Informationen.

Nutzerinnen und Nutzern werden im Internet auf der Basis ihres bisherigen Verhaltens unterschiedliche Inhalte angezeigt. Das Verhalten umfasst unter anderem:

  • die bisher besuchten Webseiten,
  • vergangene Suchen in Suchmaschinen,
  • online gekaufte Artikel,
  • Inhalte, mit denen man in sozialen Netzwerkeninteragiert.

Algorithmen berechnen daraus, was einzelne Nutzerinnen und Nutzer interessant finden könnten, und zeigen ihnen im Netz unterschiedliche Inhalte an. So werden beispielsweise gezielt Werbeanzeigen geschaltet, die den eigenen Interessen entsprechen sollen. Das bezeichnet man auch als Targeting.

Soziale Medien nutzen Algorithmen zudem, um allen Nutzenden möglichst passgenaue Inhalte anzuzeigen. Jede Person befindet sich im Internet also in ihrer eigenen sogenannten Filterblase, die für sie – fast unbemerkt – Informationen vorfiltert.

Echokammern verstärken den Effekt dieser gefilterten Informationen, insbesondere in sozialen Netzwerken. Einfacher als in der realen Welt finden sich hier Gleichgesinnte, die sich gegenseitig in eigenen Positionen (Überzeugungen, Meinungen und Auffassungen) bestärken. Dies kann das Aufkommen extremer Ansichten verstärken.

Beide Konzepte sind Nebeneffekte einer digitalisierten Welt. Denn in ihr liegt eine große, unüberschaubare Vielfalt an Informationen vor, die gefiltert und dadurch reduziert werden muss. Die richtigen Antworten auf diese Entwicklungen zu finden, ist eine herausfordernde Aufgabe für die ganze Gesellschaft.

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