Frage:Antwort:

Das ist abhängig vom Alter deines Kindes, von der Art der Mediennutzung und von der allgemeinen Entwicklung deines Kindes.

Eine pauschale Antwort darauf, wie viel Internet- oder Bildschirmzeit normal oder gut für dein Kind ist, gibtes nicht. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich, daher muss diese Frage immer im Einzelfall entschieden werden. Es ist dabei zu empfehlen, dass du dich gemeinsam mit deinem Kind auf sinnvolle Bildschirmzeiten einigst, die zur jeweiligen Lebenssituation passen. Für dein Kind ermöglicht das Internet neue und intuitive Formen der Kommunikation, der Unterhaltung und des Lernens. Es kann sich im digitalen Raum mit seinen Freunden treffen und soziale Kontakte pflegen, Videos schauen und Spiele spielen oder die Antwort auf eine Frage recherchieren – also viele Dinge im Internet erleben, die früher hauptsächlich außerhalb des Internets stattgefunden haben.

Bei der Festlegung von Nutzungszeiten solltest du die folgenden Punkte beachten:

  • Was machtmein Kind im Internet? Spielt es Spiele und chattet es oder nutzt es das Internet auch für schulische Zwecke?
  • Verbringt mein Kind die Zeit im Internet allein oder verabredet es sich mit Freundinnen und Freunden, um zum Beispiel gemeinsam online zu spielen?
  • Hat mein Kind noch genügend Zeit für Hobbys und Bewegung in der realen Welt?
  • Hat mein Kind noch genügend Zeit für Hausaufgaben und zum Lernen?

klicksafe, die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz und für Medienkompetenz, empfiehlt, dass die Bildschirmzeit für 3-Jährige nicht mehr als 5 Minuten betragen sollte. 4- bis 6-Jährige können einfache Kinder-Webseiten ohne zu viel Lese- und Schreibanteil für 20 Minuten nutzen, aber das muss nicht jeden Tag erlaubt sein. Für 7- bis 10-jährige Kinder schlägt klicksafe eine Nutzungszeit von 30 bis 45 Minuten täglich vor. Da Kinder jedoch häufig unter der Woche andere Termine haben, empfiehlt es sich, ein zeitliches Budget für eine Woche zu vergeben. So können Kinder lernen, sich die Zeit selbst einzuteilen.

Du kannst die Zeit der Internetnutzungein wenig lockerer handhaben, wenn dein Kindsich häufig online mit anderen Kindern verabredet, weiter oft und gerne Hobbys in der realen Welt verfolgt und zuverlässigseine Hausaufgaben erledigt. Ist das Gegenteil der Fall, dann solltest du durchaus engere Grenzen setzen.

Wichtig ist: Einmal festgesetzte Regeln zu lockern ist einfach, sie jedoch zu verschärfen führt zu Unmut. Daher solltest du lieber mit kürzeren Zeiten starten und diese nach und nach erweitern. Grundsätzlich gilt: Wenn dein Kind gerne viel Zeit mit Computerspielen, dem Smartphone oder Medien allgemein verbringt, ist es nicht automatisch computerspiel-, smartphone- oder mediensüchtig. Mehr dazu gibt es in den Antworten auf die Fragen zum Bereich exzessive Nutzung. Eine Möglichkeit, wie du dich gemeinsam mit deinem Kind auf angemessene Internet- und Offline-Zeiten einigen kannst, zeigt der Mediennutzungsvertrag. Ziel dieses Vertrages ist es, dass sich Eltern und Kinder gemeinsam auf Regeln zur Bildschirmnutzung und auf bildschirmfreie Zeiten im alltäglichen Familienleben einigen.

Weitere Links:

Was ist ein Mediennutzungsvertrag?

Ein Mediennutzungsvertrag regelt die Nutzung digitaler Geräte und Medien zwischen Kindern und ihren Eltern. Diese Regeln sollten sich nach deinem Kind richten, abhängig davon, wie sicher und verantwortungsvoll dein Kind im Umgang mit solchen Medien und Geräten ist. Aber auch persönliche Nutzungsgewohnheiten und Hobbys können eine Rolle spielen. Auch kann es sinnvoll sein, keine Smartphone- sondern eher Bildschirmzeiten festzulegen – womit andere digitale Geräte einbezogen werden. Auf www.mediennutzungsvertrag.de könnt ihr direkt mit dem Anfertigen eines Vertrags anfangen.

Tipps für eine kindgerechte Mediennutzung

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