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Neben der Sicherheit deiner Passwörter an sich ist auch die Methode, wie du deine Passwörter aufbewahrst, wichtig. Andere sollten deine Passwörter nicht mit Zugangsdaten auf einem Zettel am Computerbildschirm oder in deinem Kalender finden können.

Empfehlenswert sind stattdessen sogenannte Passwortmanager oder Passwortsafes. In diesen digitalen Tresoren kannst du deine Passwörter speichern und mit einem langen, sicheren Master-Passwort schützen. Dann musst du dir nur noch dieses eine Passwort merken. Bekannte Passwortmanager sind LastPass, 1Password, Keeper und KeePass.

Du kannst deine Passwörter auch verschlüsselt notieren. Zum Beispiel rückwärts oder indem du zwei Zeichen vertauscht. Nur du weißt, wie das Passwort wirklich lautet.

Wie du Passwörter nicht aufbewahren solltest:

  • Schreibe dein Passwort nicht auf einen Post-it, den du an dein Gerät klebst. Auch wenn dort nicht vermerkt ist, wofür dieses Passwort ist, können andere leicht darauf kommen, dieses für deine Dienste auszuprobieren.
  • Schreibe deine Passwörter nicht in ein Passwortbuch oder in dein Notizbuch oder deinen Kalender. Sonst können andere leicht deine Passwörter finden und haben Zugriff auf alle deine Dienste.
  • Schreibe niemals „Passwort:“. Wenn du dir Passwörter notierst, sollten diese unauffällig und nicht als solche erkennbar notiert sein.
  • Speichere Passwörter nicht im Browser ab, vor allem dann nicht, wenn andere Zugang zu deinem Gerät und deinem Webbrowser haben.
  • Notierst oder hinterlegst du irgendwo dein Passwort, vermeide weitere Informationen dazu. Schreibe zum Beispiel nicht dazu, für welchen Dienst dieses ist, oder notiere zumindest nicht den Nutzernamen oder die E-Mail-Adresse, die man zur Anmeldung für diesen Dienst benötigt.
  • Speichere Passwörter nicht in den Apps deines Smartphones oder sorge für eine sichere Bildschirmsperre, damit Fremde im Fall eines Diebstahls nicht auf alle deine in Apps genutzten Dienste zugreifen können.
  • Vermeide die Möglichkeit, dich mit Google, Facebook, Amazon oder ähnlichen Anbietern bei anderen Diensten anzumelden. Diese „Single-Sign-on“-Technik ist zwar praktisch, bei einem Datenleck hat jemand jedoch direkt Zugriff auf mehrere deiner Nutzerkonten.

Für mehr Sicherheit deiner Passwörter beachte folgende Tipps:

  • Deine Passwörter sollten große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen beinhalten. Sie sollten mindestens zwölf Zeichen umfassen und keine persönlichen Informationen (zum Beispiel Haustier oder Geburtsdatum) oder Wörter, die im Wörterbuch stehen, enthalten.
  • Teile deine Passwörter nicht mit anderen.
  • Du solltest für jeden Dienst ein anderes Passwort verwenden. Wurde ein Dienst angegriffen, haben Kriminelle nicht gleich den Zugang zu allen deinen Online-Zugängen.
  • Gib deine Passwörter immer unbeobachtet ein.
  • Nutze, wenn möglich, die 2-Faktor-Authentifizierung. Möchtest du dich einloggen, musst du zunächst eine auf ein anderes Gerät gesendete oder in einem anderen Konto zugängliche PIN eingeben. Hat jemand dein Passwort, kann die Person ohne den Zugang zu diesem zweiten „Faktor“ nicht auf dein Konto zugreifen.

Hast du die Befürchtung oder wird dir mitgeteilt, dass eine unbefugte Person dein Passwort hat, ändere es sofort. Sofern du das Passwort noch für einen weiteren Dienst nutzt, solltest du bei diesem ebenfalls ein neues Passwort eingeben.

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