Frage:Antwort:

Es gibt ein paar hilfreiche Tipps und Personen, die dir in dieser Situation helfen können.

Mobbing im Netz, auch Cybermobbing genannt, ist nicht zu unterschätzen. Von Cybermobbing spricht man dann, wenn jemand über einen längeren Zeitraum immer wieder von einer oder mehreren Personen über das Internet, Smartphone oder andere digitale Geräte schikaniert und beleidigt wird. Cybermobbing kann schnellgroße Personenkreise erreichen und wirkt nachhaltig, weil das Netz nicht vergisst. In besonders schlimmen Fällen stehen Opfer von Cybermobbing sieben Tage in der Woche 24 Stunden lang unter Stress, da es keine sicheren Rückzugsräume mehr gibt.

Ohne (fremde) Hilfe fühlt man sich sehr schnell allein in dieser Situation. Aber es gibt Hilfe und Möglichkeiten, die dir helfen können:

  • Wenn die Inhalte direkt an das Opfer gesendet werden oder im Internet frei zugänglich sind, sollten die Cybermobbing-Vorfälle dokumentiert werden – zum Beispiel über Screenshots oder das Speichern von Nachrichten. So kann das Mobbing später belegt werden.
  • Lösche Inhalte, die dir unangenehm sind oder melde sie: Bilder oder sonstige Inhalte, die dir unangenehm sind, kannst du entweder löschen oder den jeweiligen Plattformen melden. Gleiches gilt sogar für ganze Profile. Sollte ein bestimmtes Profil dich bedrängen, kannst du es entweder blockieren (Die Nutzerin oder der Nutzer kann dich nicht mehr kontaktieren oder sehen was du postest) oder auch melden (hier prüft die Plattform, inwieweit das Fehlverhalten nachvollziehbar ist und kann Inhalte löschen, das Profil für eine Weile sperren oder sogar direkt löschen).
  • Du solltest nicht mit Beleidigungen auf die gemeinen Nachrichten antworten. Blockiere lieber die beteiligten Personen, um nicht ständig ihren Gemeinheiten ausgesetzt zu sein. Triffst du einer der Personen außerhalb des Internets, solltest du ihr ausdrücklich deutlich machen, dass du so nicht behandelt werden möchtest. Sicher, das ist leichter gesagt als getan und kostet viel Kraft. Daher ist es hilfreich, wenn du dir im Voraus entsprechende Sätze zurechtlegst, um in einer solchen Situation nicht überrumpelt zu sein und um einen kühlen Kopf zu bewahren.
  • Suche dir Hilfe: Bitte Freunde oder Autoritätspersonen um Unterstützung. In schlimmen Fällen kannst du dich auch an die Polizei wenden. Das gilt vor allem dann, wenn schikanierende Inhalte im Netz verbreitet und nicht mehr selbstständig gelöscht werden können oder man nicht weiß, wer (alles) hinter dem Mobbing steckt.

Hilfe im Netz:

Was versteht man unter Cybermobbing?

Allgemein gesagt umfasst Mobbing wiederholende oder regelmäßige Formen psychischer Gewalt von einer Person oder einer Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen Person. Durch das Internet, Smartphones und soziale Netzwerke geschieht Mobbing auch im digitalen Bereich und wird dann Cybermobbing genannt. Cybermobbing umfasst eine Vielzahl möglicher Taten, z.B. Belästigung, Identitätsdiebstahl oder das Aufstellen und Verbreiten falscher Behauptungen. Eine zusätzliche Gefahr an Cybermobbing ist, dass die Täterinnen und Täter ihre Opfer rund um die Uhr belästigen können.

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