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Als Medienintermediäre werden verschiedene Angebote im Internet bezeichnet. Sie vermitteln zwischen denjenigen, die Inhalte produzieren, und denjenigen, die sie nutzen. Beispiele für Medienintermediäre sind Suchmaschinen und soziale Netzwerke.

Das Informationsangebot im Web wächst täglich. Auch, weil Nutzerinnen und Nutzer selbst Inhalte – wie Bilder, Videos oder Posts – produzieren, hochladen und auf Videoplattformen, sozialen Netzwerken oder Blogs veröffentlichen. Spezielle Dienste sortieren diese Massen an Informationen und präsentieren sie anderen Nutzerinnen und Nutzern möglichst komfortabel.

Diese Vermittler von Inhalten werden im Medienrecht als Intermediäre bezeichnet.

Wenn das Vermitteln von Inhalten einen Beitrag zur öffentlichen und individuellen Meinungsbildung darstellt – also an eine Vielzahl von Personen gerichtet ist und meinungsbildende, relevante Inhalte aufzufinden sind –, handelt es sich um Medienintermediäre. Diese spezifische Form von Intermediären ist durch ihren Informationsbezug gekennzeichnet. Sie entscheiden, welche Medieninhalte die Nutzerinnen und Nutzer verstärkt sehen.

Medienintermediäre sind beispielsweise

  • Suchmaschinen (zum Beispiel Google, Bing oder DuckDuckGo)
  • soziale Netzwerke (zum Beispiel Facebook, Twitter oder LinkedIn)
  • Videoplattformen (YouTube oder Dailymotion)
  • Messenger (zum Beispiel WhatsApp oder Threema).

Laut der Medien-Gewichtungsstudie ist die Google-Suchmaschine das am häufigsten genutzte Angebot für die Informationssuche. Danach kommen Facebook, YouTube und Instagram.

So benutzt jeder vierte 14- bis 29-Jährige Facebook und jeder fünfte YouTube zu Informationszwecken. Damit wächst die Bedeutung der Medienintermediäre für die Wissensvermittlung und Meinungsbildung – insbesondere bei jüngeren Generationen.

Hier findest du weiterführende Informationen zu dem Thema Medienintermediäre.

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