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Was einmal im Netz ist, kann man nur schwer wieder verschwinden lassen. Dennoch solltest du, auch wenn es schwierig ist, in jedem Fall versuchen, ungewünschte Veröffentlichungen zu stoppen und löschen zu lassen.

Finde heraus, wer für die Verbreitung verantwortlich ist:

Wenn möglich, solltest du herausfinden, wer für die Verbreitung deiner Bilder verantwortlich ist, sodass diese Person die Bilder überall entfernen lassen kann, wo sie veröffentlicht wurden. Als Betroffene oder Betroffener kannst du dich in einem solchen Fall von jenen unterstützen lassen, denen du vertraust (z.B. Familie oder Freunde).

  • Falls du nicht weißt oder herausfinden kannst, wer das Bild ins Internet gestellt hat, kannst du dir auch bei der Polizei Hilfe holen. Denn tatsächlich liegt hier eine Straftat vor. Die Polizei kann anonyme Nutzerinnen und Nutzer und deren Profile mit Hilfe der Plattformbetreiber zurückverfolgen und somit auch scheinbar anonyme Täterinnen oder Täter ermitteln.
  • Du kannst auch den Plattformbetreiber selbst anschreiben und angeben, dass mit dem Verbreiten des Bildes deine Rechte verletzt wurden. Die Betreiber können schließlich das Bild von ihrer Plattform entfernen. Es gibt gerade für diesen Zweck bei den meisten sozialen Netzwerken mittlerweile eine integrierte Funktion: die sogenannte „Melden“-Funktion.
  • Bei Messengern ist dieses Unterfangen etwas schwieriger. Weil hier die Nachrichten in der Regel verschlüsselt sind, können die Betreiber selbst nicht einsehen, wer das Bild verschickt. Hier musst du die Personen selbst ausfindig machen und darauf ansprechen. Auch hierbei kann dir die Polizei helfen. Sie kann Zeuginnen und Zeugen befragen und darf Geräte für die Beweissicherung beschlagnahmen.
  • Taucht dein Bild in Suchmaschinen wie Google auf, kannst du mit der Google-Bilder-Rückwärtssuche herausfinden, auf welchen Seiten das Bild veröffentlicht wurde. Über die Kontaktdaten im Impressum der Seiten (meist auffindbar in der Kopf- oder Fußzeile einer Website) kannst du dich an den jeweiligen Webseitenbetreiber wenden und sie oder ihn zur Löschung deines Bildes innerhalb einer bestimmten Frist auffordern. Sollte das nicht geschehen, kannst du einen Anwalt hinzuziehen, um die Löschung gerichtlich durchzusetzen.

Bei massiver Bedrohung oder einem massiven Ausmaß des Problems solltest du in jedem Fall umgehend Hilfe bei der Polizei suchen.

Was versteht man unter Cybermobbing?

Allgemein gesagt umfasst Mobbing wiederholende oder regelmäßige Formen psychischer Gewalt von einer Person oder einer Gruppe von Menschen gegenüber einer anderen Person. Durch das Internet, Smartphones und soziale Netzwerke geschieht Mobbing auch im digitalen Bereich und wird dann Cybermobbing genannt. Cybermobbing umfasst eine Vielzahl möglicher Taten, z.B. Belästigung, Identitätsdiebstahl oder das Aufstellen und Verbreiten falscher Behauptungen. Eine zusätzliche Gefahr an Cybermobbing ist, dass die Täterinnen und Täter ihre Opfer rund um die Uhr belästigen können.

Hier findest du Infos zu verschiedenen Kontaktaufnahmemöglichkeiten verschiedener Service-Anbieter:

Serviceanbieter bei Cybermobbing


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